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Helgoland 26. August 1841
Deutsche Frauen, deutsche Treue, Einigkeit und Recht und Freiheit |
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Als Dank für die vielen freundlichen Zuschriften möchte ich hier das Deutschlandlied als MP3-Datei zum Herunterladen anbieten. Besuchern mit einer eher langsamen Internetanbindung (Modem, ISDN) empfehle ich, die Lieder zunächst vollständig mit "Ziel speichern unter" (rechte Maustaste) auf die eigene Platte zu ziehen. Ein direktes Abspielen dürfte aufgrund der niedrigen Übertragungsrate zu eher wenig erbaulichen Resultaten führen. Insgesamt habe ich drei Versionen im Angebot. Wer noch andere kennt oder hat, darf mir gerne eine Mailschicken.
Nun ist es aber so, dass ich mich meinem Heimatland schon immer sehr verbunden gefühlt habe, auch und gerade in Zeiten, in denen Themen wie die Deutsche Einheit oder ganz allgemein, eine Politik, die wirksam die Interessen des deutschen Bevölkerungsanteils vertritt, ohne Zweifel noch unpopulärer waren als heute. Wer sich in den siebziger und achtziger Jahren längere Zeit in links-alternativ kontrollierten Feuchtbiotopen> aufhalten musste, welche man bis heute insbesondere in Bereichen geringer Leistungskontrolle, wie z. B. dem öffentlichen Dienst finden kann, wird sich noch erinnern. Wer sich bspw. freimütig für die deutsche Einheit aussprach oder die Willkür der Aufteilung Deutschlands in Frage stellte, durfte damit rechnen, umgehend verächtlich gemacht und mit allerhand unschönen Substantiven denunziert zu werden, woraus sich wiederum nicht selten gesellschaftliche und berufliche Nachteile ergaben. Aber auch in gutbürgerlichen Kreisen war dieses Thema eher Tabu, wenn auch aus anderen Gründen. Aktienkurse und Urlaubspläne lagen eben näher als gesamtstaatliche Verantwortung. Man kann weiter sagen, daß ich nicht gerade im Verdacht stehe, ein Anhänger des DDR-Regimes gewesen zu sein. Und was die dunkle Zeit davor betrifft, wäre meine Lebenserwartung aufgrund einiger unbequemer Charakterzüge meiner Person sicher dahin geschmolzen, wie Milcheis in der Julisonne. Vielleicht fällt es mir aber gerade deshalb leichter, mache Dinge etwas gelassener und differenzierter zu sehen. Also etwa zwischen einer Tugend an sich und einem diese Tugend mißbrauchenden Regime zu unterscheiden. In einer Zeit der Plakative und Pauschalisierungen sicher zuweilen etwas gewagt. Als politisch korrekt, auf jeden Fall gesellschaftlich ungefährlich gilt es ja, besonders traurige Phasen der deutschen Geschichte pauschal und mit möglichst betroffenem Gesichtsausdruck zu verfluchen, und die schlechten Wünsche sicherheitshalber gleich auf alles Deutsche auszudehnen (sich selbst natürlich ausgenommen). Deshalb reden viele meiner Landsleute auch so gerne etwas schizoid von "den Deutschen". Diese reflexartigen, dumpfen, antideutschen Eruptionen haben meistens nur sehr wenig Substanz, dienen in der Regel nur der Freisprechung der eigenen Person oder der Erlangung persönlicher Vorteile. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass das Vertrauen aufrichtig besorgter Beobachter im In- und Ausland in die deutsche Volksseele nach wie vor eher durchwachsen ist. Ein Volk, das ein gestörtes Verhältnis zu sich selbst hat, gilt im Allgemeinen nicht als sehr gefestigtes Gemeinwesen. Leider sind wir von einer umfassenden und differenzierten Bewertung der Geschichte unseres Landes noch sehr weit entfernt, und eine Besserung ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Im Gegenteil, bedingt durch ein ideologisiertes Bildungssystem, in dem naturwissenschaftlich-technisch Fächer stigmatisiert wurden, während etwa der Geschichtsunterricht zu einer zusammenhanglosen und oberflächlichen Behandlung der vermeintlichen Highlights Nationalsozialismus (super gemein, typisch deutsch, genetischer Beweis steht noch aus...) und Kommunismus (eigentlich gute Menschen, die äußeren Umstände zwangen den armen Stalin und seine weltweit agierenden Genossen quasi zum millionenfachen Mord an nicht ganz linientreuen Sicherheitsrisiken) degeneriert wird, tut der tagespolitischen Bequemlichkeiten entspringende Zweckopportunismus unserer Regierungen das Übrige. Als kleines Symbol, was differenziertes Denken und unvoreingenommenes Bewerten alles möglich macht, möchte ich auf dieser Seite nicht nur das Deutschlandlied, sondern auch die Nationalhymne der ehemaligen DDR anbieten. Die Hymne eines Staates, den ich als Manifestation einer fremdbestimmten und mit Gewalt aufrecht erhaltenen Teilung unseres Landes stets abgelehnt habe. Zugegeben, zu DDR-Zeiten wäre ich im Traum nicht auf diese Idee gekommen. Nun aber, mit etwas Abstand, habe ich mir das Lied in Ruhe angehört, und Musik und Text für gut befunden. Dass da, wie früher schon beim Deutschlandlied, einige Jahre lang die Falschen mitgesungen haben, ist mir egal. Letztlich wird man so etwas nie ganz verhindern können. Vor allem aber sollte einen dies keinesfalls dazu verleiten, wichtige Symbole leichtfertig aufzugeben, man könnte auch sagen: auszuliefern. Ebenso könnte man einwenden, dass DDR-Hymne und Deutschlandlied jeweils einige Jahre lang das Symbol eines selbstherrlichen, die natürlichen Rechte des Individuums verachtenden, totalitären Staates waren. Das ist im Großen und Ganzen auch richtig. Richtig ist aber auch, dass nicht jedes Wort, jeder Gedanke und auch nicht jeder Mensch, der einmal mißbraucht oder irre geleitet wurde, deshalb für alle Zeit seinen Sinn oder sein Existenzrecht verwirkt hat. Wird ein gutes Buch zu einem schlechten Buch, nur weil irgendwann ein schlechter Mensch daraus vorgelesen hat? Abschließend möchte ich mich noch von einer anderen herrschenden gesellschaftlichen Stimmung distanzieren, und unserem Alt-Bundeskanzler, Herrn Dr. Helmut Kohl meine persönliche Verbundenheit, mein Mitgefühl für die im Zuge der politisch motivierten Verleumnungen erlittenen Demütigungen und meinen tief empfundenen Respekt vor seinem politischen Lebenswerk aussprechen. Ich sage das, obwohl ich überzeugt bin, dass Herr Dr. Kohl Fehler gemacht hat. Im Grunde genommen ist es für mich unvorstellbar, dass ihm, angesichts der wahrhaft weltbewegenden Dinge, die maßgeblich er zum Wohl unzähliger Menschen vollbracht hat, aber auch schon angesichts des für die meisten von uns unvorstellbaren Arbeitspensums, das er tagtäglich zu bewältigen hatte, keine Fehler unterlaufen sind. Letztlich war es doch so: "Kohl hat entschieden, als andere unentschieden waren", und das war, wie wir heute wissen, sehr gut so. Ich könnte jetzt beklagen, daß ich angesichts der beispiellosen Kampagne, die vordergründig gegen ihn geführt wird, etwas die Verhältnismäßigkeit vermisse. Aber damit würde ich den Leuten, die diese Kampagne nach Kräften betreiben, wirklich Unrecht tun. Denn ihnen geht es beim besten Willen nicht um irgendwelche Fehler, die Herr X oder Frau Y vielleicht vor 10 Jahren mal begangen haben. Es geht ihnen um eine, zumindest in der Bundesrepublik Deutschland seit dem Dritten Reich nicht da gewesene Hetzkampagne zur Zerstörung eines verdienten demokratischen Politikers. Nicht unwahrscheinlich, dass die ein oder andere beteiligte Interessensgruppe auch von eigenem Fehlverhalten ablenken, oder dieses zumindest relativieren möchte. Das bezeichnender Weise nur oberflächliche, aber mit großer Intensität durchgeführte Dauerfeuer der Medien führt im Ergebnis zu einer Art Gehirnwäsche der Bevölkerung, in deren Verlauf die als historisch zu bezeichnenden Verdienste Kohls um die Deutsche Einheit und Europa, das chronische Versagen der rotgrünen Regierungsparteien, ihre unzähligen "kleinen handwerklichen Fehler", aber auch einige viel schwerwiegendere Probleme, die auf unser Land zukommen, aus dem Bewußtsein der Bevölkerung verdrängt werden sollen. Ich würde mir wünschen, dass Herrn Dr. Kohl, trotz sicher begangener Fehler, die ihm gebührende Achtung entgegen gebracht wird, und man ihn besser noch vor denen, die schon immer gerne Deutschlands Diener und Freunde mit Dreck beworfen haben, etwas mehr in Schutz nimmt. In diesem Sinne möchte ich diese Webseite dem weltweit angesehensten deutschen Nachkriegspolitiker und Europäer widmen, der wie so viele, die sich um Deutschland verdient gemacht haben, durch seine Feinde und ihre nicht immer ohne weiteres zu erkennenden Helfershelfer zu leiden hat. Dem Kanzler der Deutschen Einheit und großen Europäer: Dr. Helmut Kohl.
(gfg 2000)
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